
Yahoo Konzernchefin Bartz hatte rund 2000 Stellen abgebaut und sich mit dem Softwaregiganten Microsoft verbündet Yahoo nutzt künftig Microsofts Suchmaschine Bing und vermarktet im Gegenzug die Werbung. Die beiden wollen gemeinsam gegen Google antreten. Der Suchmaschinenprimus hatte seinen Umsatz zuletzt um satte 23 Prozent auf 6,8 Mrd. Dollar hochschrauben können. Im gleichen Maße stieg der Gewinn auf 1,8 Mrd. Dollar.
Damit liegt Google in einer ganz anderen Klasse als Yahoo. Und Yahoo-Chefin Bartz macht wenig Hoffnung darauf, die Lücke zu schließen. Im laufenden dritten Quartal rechnet sie damit, dass der Umsatz wieder bei etwa 1,6 Mrd. Dollar liegen wird.
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New York (dpa) – Im Streit um die kommerzielle Verwertung von Zeitungs- und Medieninhalten im Internet geht Google in die Offensive. Der Suchmaschinenspezialist wehrt sich gegen die Rolle des Sündenbocks, kommt den Verlagen aber zugleich weiter entgegen.
Das Internet habe die traditionellen Print-Medien und Zeitungsverlage auf vielfältige Weise unter massiven Druck gesetzt, konstatiert Google-Chef Eric Schmidt in einem Beitrag im «Wall Street Journal» am Donnerstag. Doch genauso wie das Video nicht das Radio vernichtet habe, werde das auch das Internet Nachrichten-Anbieter nicht zerstören. Das Netz werde vielmehr ein neues, digitales Geschäftsmodell fördern.
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Medienmogul Rupert Murdoch will Bing mit Informationen füttern und so Google abhängen. Wir gingen auf die Suche nach der findigsten der zwei Suchmaschinen.
Stolze 1,79 Euro pro Minute kostet ein Anruf bei der telefonischen Auskunft. Die gleichen Informationen findet man im Internet bei Google meist gratis.
Also – nicht so ganz gratis. Denn Sie bezahlen dort, wie beim Privatfernsehen, mit Ihrer Aufmerksamkeit. Google lebt vom Verkauf von Anzeigen, die jeweils passend zum Suchbegriff eingeblendet werden. Über eine Milliarde Euro Gewinn hat Google damit in den letzten drei Monaten erwirtschaftet – und das trotz weltweiter Wirtschaftskrise. Deshalb suchen auch andere Firmen nach dem Google-Geheimnis für Mega-Gewinne und finden dabei die Suche selbst.
Vereinter Groll auf den Giganten
New York – Als Microsoft-Chef Steve Ballmer vor fünf Jahren erfuhr, dass einer seiner leitenden Ingenieure die Firma verlassen will, wollte er nur eines von ihm wissen: Geht er zu Google? Der Mann bejahte kleinlaut, wohlwissend, dass dies seinen Chef nicht eben glücklich stimmen würde. Doch auf das, was dann kam, war er nicht vorbereitet. Ballmer packte einen Stuhl, feuerte ihn gegen die Wand und erging sich in einer Tirade auf Google, die sich gewaschen hatte. “Dieser verdammte Eric Schmidt ist ein verdammtes Weichei. Ich werde ihn lebendig auffressen. Google ist keine Firma, das ist ein Kartenhaus.”
Anfang Juni ging Bing, die neue Suchmaschine des Softwareriesen Microsoft an den Start. In Deutschland sahen die Marktforscher von Nielsen Bing aus dem Stand heraus auf Platz vier. In einem Interview mit dem “Focus” gab Microsoft-Chef Steve Balmer bekannt, dass Bing schneller wachsen solle als geplant.
“Irgendwann” wird Bing Google ablösen
“Noch steht eine andere Marke für Online-Suche. Aber irgendwann – wir gewinnen Marktanteile – wird es Bing sein”, so Balmer. Damit bläst der Microsoft-Chef unverhohlen auch öffentlich zum Angriff auf Google. Der Internetkonzern hat jedoch in vielen Ländern einen großen Vorsprung vor der Suchmaschinenkonkurrenz von Microsoft & Co. Den genauen Marktanteil von Bing wollte Balmer gegenüber dem “Focus” nicht nennen. Gelassen sieht der Amerikaner dem Start des neuen Microsoft-Betriebssystem Windows 7 am 22. Oktober entgegen. Sein Unternehmen werde mit Windows 7 den hohen Marktanteil des Windows-Betriebssystems in Deutschland bei Notebooks und PCs noch weiter steigern.
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