Yahoo Konzernchefin Bartz hatte rund 2000 Stellen abgebaut und sich mit dem Softwaregiganten Microsoft verbündet Yahoo nutzt künftig Microsofts Suchmaschine Bing und vermarktet im Gegenzug die Werbung. Die beiden wollen gemeinsam gegen Google antreten. Der Suchmaschinenprimus hatte seinen Umsatz zuletzt um satte 23 Prozent auf 6,8 Mrd. Dollar hochschrauben können. Im gleichen Maße stieg der Gewinn auf 1,8 Mrd. Dollar.

Damit liegt Google in einer ganz anderen Klasse als Yahoo. Und Yahoo-Chefin Bartz macht wenig Hoffnung darauf, die Lücke zu schließen. Im laufenden dritten Quartal rechnet sie damit, dass der Umsatz wieder bei etwa 1,6 Mrd. Dollar liegen wird.

Die Kooperation mit Microsoft soll erst im Herbst voll durchstarten. Derzeit arbeiten die beiden Unternehmen daran, ihre Systeme aufeinander abzustimmen.

Der Software-Konzern und der Portalbetreiber hatten sich im Juli 2009 auf die Kooperation geeinigt. Zuvor hatte Microsoft über viele Monate hinweg erfolglos versucht, Yahoo ganz zu schlucken. Das scheiterte am Widerstand des damaligen Managements um Firmengründer Jerry Yang.

Yahoo versucht derzeit händeringend, mehr Nutzer auf sein Portal zu ziehen. Das soll mit der Einbindung sozialer Netzwerke wie Facebook oder dem Kurznachrichtendienst Twitter gelingen. Eine millionenschwere Anzeigenkampagne hatte den Internet-Pionier ins Gedächtnis der Amerikaner zurückgerufen.

Wie Google drängt es Yahoo zudem ins mobile Geschäft. Die populären Smartphones versprechen kräftige Werbeeinnahmen. Derzeit tobt ein Kampf um die Vormachtstellung. Erst jüngst hatte sich auch der Elektronikkonzern und iPhone-Hersteller Apple eingemischt und eine eigene Werbeplattform angekündigt. Quelle: ntv.de

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