Carol Bartz glaubt, dass Google ein Problem bekommt, wenn es sein Geschäftsmodell nicht erweitert. Der Konkurrent müsse „weit mehr tun als nur die Suche“.
Das sagte die Chefin des US-Internetportals Yahoo gegenüber BBC News. Sie schlug dem Rivalen vor, er solle jedes Jahr um die Unternehmensgröße von Yahoo wachsen. Carol Bartz kommentierte mit diesen Aussagen die Frage, ob das von 200 Millionen Nutzern pro Monat besuchte Yahoo-Netzwerk aus Webseiten und Diensten ein genau bestimmtes Markenbild habe.
“Wo Startups zum Sterben hingehen“
Yahoo konkurriert mit Google im Bereich Suchmaschinen, hat aber in den USA nur 17 Prozent Marktanteil – Google rangiert bei 65 Prozent. Seit einigen Monaten kooperiert Yahoo mit Microsoft und nutzt die Bing-Suche auf seinen Webseiten. Die Suche mache nur die Hälfte des Yahoo-Geschäfts aus, sagte Bartz, bei Google seien es aber 99,9 Prozent: „Sie müssen sich mit anderen Dingen beschäftigen.“
Mit ihrer Antwort ignorierte Bartz Aktivitäten von Google wie YouTube, Google Maps, Cloud Computing, das Handy-Betriebssystem Android und Google-Dienste wie Mail und Docs. Yahoo wird im Gegenzug oft für eine ungerichtete Expansionsstrategie kritisiert. Das Unternehmen besitzt über 70 Webseiten und Dienste. Für das Technologie-Blog Techcrunch ist Yahoo „der Ort, wo Startups zum Sterben hingehen“.
Carol Bartz sieht das breite Angebot dagegen auf lange Sicht als Vorteil. Sie sagte gegenüber der BBC zudem, man könne auch gegen Facebook antreten. Die Seite sei ein „Freund-Feind“. Was falsch an der Diskussion laufe sei, dass Facebook mit dem Begriff „sozial“ gleichgesetzt werde.
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