Google gibt selten genaue Hinweise, wie Websites für die Suchmaschine optimiert werden können (Search Engine Optimization=SEO). Jetzt hat der Konzern die eigenen Angebote unter SEO-Gesichtspunkten unter die Lupe genommen und veröffentlicht den Report mit zahlreichen Beispielen kostenlos im Webmaster-Blog, als 50-seitiges PDF. Das Ergebnis für die Google-Seiten: mangelhaft.

Das Google-Team exerziert anhand der eigenen Google-Webseiten (also auch Feedburner, Picasa, Blogger etc.) sämtliche grundlegenden SEO-Themen durch: Duplicate Content, URL-Struktur, der optimale Seitentitel, die Meta-Description für die Anzeige in den Suchergebnisseiten, Sitelinks, Weiterleitungen…

Dabei ergibt der Report, dass die Google-Sites alles andere als SE-optimiert sind. Der optimale Seitentitel mit Keywords wird z.B. nur von 10 Prozent der Seiten erzeugt:

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Bei den deutschen Internetnutzern hat es offenbar noch nicht “Bing” gemacht. Die vor rund sechs Monaten gestartete Suchmaschine des Google-Rivalen Microsoft stößt auf deutliche Kritik. Dies hat eine Studie der Agentur Liquid Campaign im Auftrag der Performance-Marketing-Agentur E-Professional ergeben. Hierfür wurden im September mehr als 3000 Beiträge auf rund 1000 Social-Media-Quellen untersucht – angefangen bei Basicthinking.de bis hin zu Twitter.

Wie die Auswertung zeigt, sind die User der Meinung, dass die Qualität der Suchergebnisse von Bing noch verbesserungswürdig ist. Ein Hauptkritikpunkt ist die geringere Auswahl an Suchergebnissen. Die Treffer seien zwar nahezu spamfrei, aber suche man etwa nach aktuellen politischen Themen, seien kaum News zu finden.

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Microsoft umwirbt Verleger bei Geheimtreffen

Weltweit sind Medienhäuser auf der Suche nach Bezahlmodellen für Webinhalte. Jetzt hat der US-Konzern einen – recht konspirativen – Vorstoß gewagt: Die europäischen Verleger sollten bei Google ausmustern und exklusiv zu Bing wechseln.

Der US-Internetkonzern Microsoft wirbt bei europäischen Zeitungsverlegern für ein Bündnis mit seiner Suchmaschine Bing. Das berichtete das Branchenblog Techcrunch Europe. Demnach habe es in der vergangenen Woche ein Geheimtreffen zwischen Microsoft und Verlagsvertretern in London gegeben, darunter auch mit Managern von Axel Springer und der britischen Financial Times.

Microsoft will die Verleger überzeugen, Inhalte exklusiv über Bing auffindbar zu machen und Google den Rücken zu kehren. Der Weltmarktführer bei der Internetsuche verdient sein Geld mit Werbeanzeigen, die auf den Ergebnisseiten eingeblendet werden. Die Verlage als Lieferanten der Ergebnisse fordern eine Beteiligung am Gewinn – bislang jedoch ohne Erfolg.
Techcrunch Europe zufolge stellt Microsoft den Medienhäusern finanzielle Unterstützung in Höhe von 100.000 Pfund (rund 112.000 Euro) in Aussicht bei der Weiterentwicklung des Automated Content Access Protocol (ACAP). Mittels ACAP können Webseitenbetreiber bestimmen, welche Inhalte für Internetnutzer zugänglich sind. Das ist attraktiv für Verlage, da sie so kostenlosen Zugriff auf ihr Angebot verhindern könnten.
Kaum Drohpotenzial
Ob die Medienhäuser Google jedoch mit einem Wechsel zu Bing unter Druck setzen können, ist fraglich. Einer Studie der Unternehmensberatung The Reach Group zufolge gehören nur fünf Prozent der Google-Treffer auf Seite eins den Verlagen, die die so genannte Hamburger Erklärung unterzeichnet haben. Darin haben sich insgesamt 166 Medienhäuser aus aller Welt zusammengeschlossen, um gegen die Ausbeutung ihrer Inhalte durch Google zu protestieren. Unter den Unterzeichnern befindet sich auch Gruner + Jahr, dem die FTD gehört.
Bing indes könnte mit Unterstützung der Verlage dringend benötigte Marktanteile gewinnen. Aktuellen Zahlen des Dienstleisters Webhits zufolge dümpelt die Suchmaschine in Deutschland derzeit auf Platz zwei mit 2,7 Prozent. Dahinter liegt Yahoo (2,5 Prozent).
Google führt den Markt mit 89,6 Prozent an. Anders in den USA: Hier führt Google nach Zahlen von Hitwise für Oktober nur mit 70,6 Prozent. Yahoo belegt Platz zwei mit 16,1 Prozent. Bing liegt auf Position drei, legte aber im Vergleich zum Vormonat deutlich zu auf 9,6 Prozent.
Erst kürzlich hatte Rupert Murdoch , Chef des US-Medienkonzerns News Corp , angekündigt, die Onlineausgabe des Wall Street Journal, WSJ.com, und andere Webseiten aus dem Google-Index zu nehmen. Die Seiten würden dann künftig weder in den Google-Suchergebnissen noch bei Google News gelistet.
Schätzungen zufolge verlöre WSJ.com ohne Google rund ein Viertel seines Nutzeraufkommens. Murdoch sagte dem US-Fernsehsender Sky News, der ebenfalls zu News Corp gehört: “Wir wollen lieber weniger Nutzer auf unseren Webseiten, dafür aber solche, die zahlen.” WSJ.com-Nutzer müssen für einen Teil der Inhalte bezahlen, ebenso wie Leser der Internetausgabe der Financial Times. Allerdings hat Google ein Abkommen mit News Corp, das den Suchmaschinennutzern trotzdem das kostenlose Lesen von WSJ-Inhalten ermöglicht.
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